Fasia – Demokratie leben!

 

„Wer bin ich?“ – „Wer will ich sein?“ – „Was ist gut und richtig, was ist falsch? – Auf der Suche nach der eigenen Identität setzen sich Jugendliche mit Fragen wie diesen auseinander. Junge Erwachsene suchen nach Orientierung, sind offen für Antworten und Erklärungen – aber auch für Ideologien.

Salafisten setzen genau an dieser Stelle an. Sie bieten einfache Antworten auf schwierige Fragen. Sie versprechen Halt, Gemeinschaft, Anerkennung und Orientierung – und genau deshalb muss hier auch die Prävention beginnen.

Unser Projekt stärkt Jugendliche in ihrem Selbstbewusstsein und in ihrer Zivilcourage, sensibilisiert für Manipulation und schützt Jugendliche dadurch vor einfachen Welt- und Feindbildern. Sie werden zu eigenem kritischem Denken ermutigt, Ihre Gedanken und Sorgen werden ernst genommen und sie werden unterstützt, eigene Perspektiven und Pläne zu entwickeln.

Wir diskutieren darüber, welche Werte ihnen wichtig sind, welche im Islam wichtig sind und welche grundlegend für die Demokratie sind. Wo liegen Gemeinsamkeiten? Welche Möglichkeiten gibt es in unserer Gesellschaft für Toleranz, Friede, Gleichheit, soziale Gerechtigkeit und Barmherzigkeit – Werte, die Bestandteil aller Religionen sind?

Unterstützt wird unser Projekt von der Gruppe „12Th MemoRise“, Vertretern des Präventionsprogramms „Wegweiser“ und einem „echten“ Aussteiger aus der salafistischen Szene.

Einfach Glücklich Training & Beratung


Literatur gegen Rassismus

Die deutsche Regisseurin, Bestseller-Autorin, Schauspielerin Mo Asumang war auf Einladung der „Fasia-Jansen-Gesamtschule“ und der „Gesamtschule Osterfeld“ am 10. April zu Gast im Kulturellen Integrationszentrum in der Danziger Straße. Die erfrischend lebensbejahende Autorin mit ghanaischen Wurzeln berichtete von ihren Erfahrungen mit Alltags-Rassismus in Deutschland und in den USA. Die Oberhausener Gäste hörten einen Geschichten-Mix über Angst, Wut und Mut und … Hoffnung. Es war ein bewegender Abend besonders für die „Fasianer“; sie wurden eindringlich an des Schicksal ihrer Namenspatronin Fasia Jansen erinnert. Finanziert wurde dieser ganz besonders Literatur-Abend durch das Bundesprogramm „Demokratie Leben“.


„Versteh einer die Deutschen…“

So lautet der Titel des jüngsten Buches des YouTube-Stars Firas Alshater. Am Mittwoch, 10. April, war der bekannte und beliebte Internet-Star mit syrischen Wurzeln zu Gast in der „Fasia“. Finanziert wurde diese trotz aller Ernsthaftigkeit des Themas urkomische Nachmittag von „Demokratie Leben“.
Firas Alshater firmiert national wie international als der „coolste syrischen Flüchtling in Deutschland“ (Ullstein Verlag). Seit fünf Jahren lebt Fries Alshater in Deutschland. Er hat so ziemlich jede Region unseres Staates bereist, und auch wenn er mittlerweile mit vielem vertraut ist, blieben ihm andere Dinge bislang ein Rätsel, besonders, wenn nicht einmal die Deutschen selbst sie verstehen: Zum Beispiel, wer denn jetzt eigentlich“die Deutschen” sind? Die „Bio-Deutsche“? Oder die „Gutmenschen“? Darüber konnten die Schülerinnen und Schüler der „Fasia“ gemeinsam mit Firas herzlich lachen: über sich selbst, über die sogenannten anderen, aber auch über die über kleinen Sternstunden, die Deutsche und „Nicht-ganz-so-Deutsche“ in ihrem gemeinsamen Land immer wieder erleben können.