Projektwoche aktuell

 

 

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Anlässlich des 30-jährigen Schuljubiläums findet vom 19. bis 24. November eine Festwoche mit vielfältigen Kultur- und Kreativangeboten statt. Statt im Unterrichtszimmer zu hocken, geht es auf eine KulTOUR durch Museen, Theater und Galerien der Stadt und Region. Darüber hinaus hat die „Fasia“ viele Künstler eingeladen, die mit den Schülerinnen und Schülern eine kreative Schule auf den Weg bringen wollen: Dank des „Kulturagentenprogramms“ konnten Graffiti-Künstler, Schauspieler, Vocaltrainer, Afrotrommler, Filmleute und Tänzer engagiert werden. Andere Klassen widmen sich Umwelt-, politischen und sozialen Themen. Unter der Überschrift „Projektwoche aktuell“ wird das Schüler-Redaktionsteam der „Fasia“ eine Woche lang über die Highlights der Projektwoche berichten.


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Märchenprojekt „Märchen aus aller Welt – Kulturelle Vielfalt gemeinsam entdecken“

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Unter dem Motto „Mit Märchen aus aller Welt kulturelle Vielfalt gemeinsam entdecken“ startete die Projektwoche der 5b und 5f mit dem Erzählen der Lieblingsmärchen und Erarbeiten der wesentlichen Merkmale und „Zutaten“, die ein Märchen ausmachen. Anschließend folgte das Malen von einzelnen Märchenszenen, sowie das Einüben und Vorspielen der bekannten Märchen. Danach ging es ans Schreiben und ans Vorlesen der eigenen Werke. Es wurde kritisiert, gefeilt, umgeschrieben und letztlich für gut befunden. Herausgekommen sind viele neue Märchen.
Nach dieser Phase gingen die Schülerinnen und Schüler als Forscher auf die Entdeckungsreise nach Märchmärchen_20181124_111731en aus anderen Ländern. Während dieser Entdeckungsreise lernten die Schülerinnen und Schüler vielfältige Märchen aus arabischen Ländern, aus Italien, Polen, England und aus Deutschland kennen.
Am Samstag trafen dann die Besucher auf einige Autorinnen und Autoren sowie Szenendarstellerinnen und -darsteller in dem selbstgestalteten Märchenzimmer. Hier konnten die Besucher das Vorspielen des Märchens „Rotkäppchen“ durch eine Gruppe aus der Klasse 5b bewundern und dem Vorlesen von eigenen Märchen und auch bekannten Märchen aus aller Welt in unterschiedlichen Sprachen (Arabisch, Türkisch, Polnisch, Italienisch und Deutsch) lauschen.


Ökologische Weltreise

Ein Projekt zum Thema Bildung für Nachhaltigkeit Die Umwelt-AG der Fasia Jansen Gesamtschule hat sich in der Projektwoche „auf eine lange Reise“ begeben. Die meeresbiologische Exkursion nach Spiekeroog im Rahmen des NW-Unterrichts war der Anlass, einen Profilquerschnitt der Insel vom Nordseestrand über die verschiedenen Dünen-Landschaften bis zum Wattenmeer zu erarbeiten. Viel Sand, Wasserfarben und Fotos halfen dabei, zwei Wandvitrinen in der 1. Etage anschaulich zu gestalten.
Eine Exkursion in die Artenvielfalt des Düsseldorfer AquaZoos am nasskalten Dienstag war das Highlight der Woche und hat unsere Schülerinnen und Schüler gut auf das Thema „Artenvielfalt“ vorbereitet. Im Tropenhaus genossen wir die Wärme und beneideten die beiden Krokodile
Unsere Tierhaltung an der „Fasia“ kann an Vielfalt allerdings auch ganz gut mithalten: Die Bartagame „Rocky“ (seit 2017), die beiden Axolotl – und ganz neu das Aquarium mit Guppys und Neonfischen – werden von den Schülerinnen und Schülern der Umwelt-AG betreut. Den Lebensraum von „Rocky“ erweiterten zwei Schüler mit viel blauen und braunen Wasserfarben, Ästen und Rinde, Sand und viel Klebstoff zu einem tollen Diorama nach einer Fotovorlage aus dem australischen Outback bei den Olgas.
Abschließend haben alle zusammen mit viel Blumenerde, Fingerspitzengefühl und den vorbereiteten Ablegern aus unserem reichhaltigen Zimmerpflanzenbestand das Angebot für den Pflanzenmarkt am „Tag der offenen Tür“ originell bestückt:
„Flaschengärten“ in allen Variationen wurden geschickt befüllt. Von der leeren Weinflasche bis zum Gurkenglas war alles dabei. Mit den kleineren Gläsern haben die Schülerinnen und Schüler am „Tag der offenen Tür“ auch noch die Mitmach- und Kennenlernaktion „Wattenmeer im Glas“ mit Muscheln, Schnecken und Sand von Spiekeroogs gestaltet. Wenn das keine Weltreise war…
Oberstufenschüler montieren die Dächer zum Thema Wattenmeer
Umwelt AG Fertigstellung der Terrarienrückwand Umwelt AG Erweiterung der Tierhaltung (2)
Umwelt AG Neugestaltung der Vitrinen zur Spiekeroog Fahrt mit originalem Dünenprofil sf-biotop Umwelt AG Pflanzenmarkt am Tag der offenen Tür

Das bin ich!
edfIn der Projektwoche hat sich die Klasse 5c jeden Tag mit dem Musiker Buddy Olli in der Mensa im Schönefeld getroffen. Er hat viele Musikinstrumente mitgebracht.
Am ersten Tag haben wir versucht mit unserem eigenen Körper verschiedene Rhythmen zu schlagen. Das war gar nicht so einfach.
Ab Dienstag haben wir dann jeden Tag das Lied „Das bin ich“ einstudiert. Jeder von uns hatte eine Aufgabe. Einige von uns spielten ein Musikinstrument, z.B. Schlagzeug, Bass, Keyboard, Pauke, Rasseln, …, einige haben mit dem Mikro gesungen und andere haben die Schauspielgruppe gebildet.
Es ist uns mit jedem Tag besser gelungen aufeinander zu hören und miteinander zu musizieren.
Am Donnerstag haben wir uns das Theater Oberhausen angeguckt. Wir haben uns das Bühnenbild von „Heidi“ angeschaut und auch ganz viele Kostüme.
Die Generalprobe am Freitag klappte gut. Wir haben gelernt, dass es wichtig ist, nicht nur auf sich selbst zu achten, sondern auf die gesamte Gruppe.
Vor unserem Auftritt am Samstag im Hauptgebäude auf der großen Bühne mit ganz viel Publikum waren wir ganz schön aufgeregt. Es hat aber alles super geklappt und wir bekamen viel Beifall.
Wir sind ziemlich stolz auf uns. Unsere Klassenlehrer Herr Starck und Frau Barkowsky und natürlich wir haben uns in dieser Projektwoche viel besser kennengelernt.


Radio-Workshop bei „1LIVE“
Ein Höhepunkt der Kulturwoche an der „Fasia“ war der Besuch beim WDR-Jugendsender „1LIVE“. IMG_0797Zunächst schauten die Schülerinnen und Schüler im Funkhaus Köln dem Moderatoren-Team Tobi Schäfer und Andreas Bursche über die Schulter.IMG_0792 Danach konzipierten die Mädchen und Jungen eine eigene Radiosendung mit allem ‚Drum und Dran’: mit aktuellen Nachrichten, mit Klatsch und Tratsch aus der Welt der Stars und Sternchen, mit Wetterbericht und Stauprognose und mit einer „Live-Schalte“ zu den Grammy-Awards. Natürlich gab es auch eine Musikredaktion, die die Musikbibliothek des WDRs nach aktuellen Hits durchforstete. Auch die Ton- und Aufnahmetechnik wurde von den Schülerinnen selbständig gemeistert. Eine Radiosendung, so lernten die Oberhausener Besucher/innen, ist ein Gesamtkunstwerk: Jeder Einzelne ist in seiner individuellen Kreativität unentbehrlich und dabei doch nicht mehr als ein Teil einer großen Maschine, die störungsfrei laufen muss, damit eine Sendung überhaupt zustande kommen kann. Nächstes Jahr, so der feste Plan der Schüler/innen, geht es wieder nach Köln, dann zu einem Fernseh-Workshop.


Videoclips zur Erkennung der Stärken und Schwächen
Ein weiterer Schwerpunkt der Projektwoche ist die Produktion von Handyclips, welche die Stärken und Schwächen der einzelnen Schülerinnen und Schüler thematisieren. In den einzelnen Kurzvideos sollen die Talente wiedergegeben werden.
Am Projekt sind eine Fachlehrerin und ein Talentscout von der Landesregierung beteiligt.
Ziel des Projektes ist, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Stärken und Schwächen in einem Kurzvideo am Tag der offenen Tür präsentieren können.
Teil des Projektes ist ein Ausflug zur Hochschule Ruhr West und das Herunterladen von Bearbeitungsprogrammen. Außerdem werden die Teilnehmer des Projektes über mögliche Zukunftsoptionen des beruflichen Werdegangs informiert.
Die Fasia-Jansen-Gesamtschule dient als Bildungsinstitution, welche Stärken und Schwächen der einzelnen Schülerinnen und Schüler herausarbeiten und entdecken soll. Hinzu kommt, dass Fotos der Schule in die Videoclips eingefügt werden.
Die Besonderheit dieses Projektes ist Einladungen von Externen, wie einem Talentscout und einem Fotograf, der auch gleichzeitig ein Web-Designer ist. Die Projektteilnehmerinnen und Projektteilnehmer durften außerdem ein eigenes Experiment an der Hochschule durchführen.
Schlussendlich wird dieses Projekt gemeinsam von der Hochschule Ruhr West, dem Talentscouting der Landesregierung und dem renommierten Fotograf aus Münster unterstützt.

Manuel Ernst, Kira Packroß


Tennis-Profis an der Fasia
Während der Projektwoche trainieren die Schülerinnen und Schüler mit einem ehemaligen Tennisprofi. Der Tennissport ist ein Teil der Projektwoche, um der heutigen Jugend die Vielfalt des Sports näher zu bringen.
Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler trainieren in zwei Einheiten. Die erste Einheit besteht aus Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I und die zweite aus den Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Die Beteiligten erleben somit eine Einführung in den Tennissport. Die Intention dabei ist, das Interesse am Tennis zu wecken und somit Vielfältigkeit in den Sport einzuführen. Die betreuende Fachkraft lehrt den Schülerinnen und Schülern Grundlagen von Tennis. Vorrangiges Ziel ist die Verbesserung der Koordination und Schnelligkeit. Die komplette Ausstattung wird von dem Tennislehrer bereitgestellt.

Eren Kozkiran, Isaac Baraou, Can Türkmen, Semih Özden, Zenko Racipovic


Gibt es Rassismus an der Fasia-Jansen-Gesamtschule?
Die Projektwoche beinhaltet auch einen Kurs, in dem den Schülerinnen und Schülern die Gefahr von Rassismus vermittelt wird. Dieser Kurs wird von zwei Lehrern beaufsichtigt. Die Schülerinnen und Schüler der Klassen 6c und 9d arbeiten rund um das Thema Rassismus in der Schule.
Das vorranginge Ziel dabei ist es, den Schülerinnen und Schülern Gleichberechtigung zu vermitteln. Der Künstler Sebastian Kirch unterstützt dabei die Schüler. Herr Kirch hat die professionelle Ausstattung bereitgestellt, wie zum Beispiel eine hochqualitative Kamera. Das Endprodukt soll dann am Tag der offenen Tür vorgestellt werden. Der Kurs arbeitet selbstständig an einem Film und falls Hilfe benötigt wird, steht der Experte zur Verfügung. Der Film handelt von alltäglichen Erfahrungen mit Rassismus. Außerdem werden noch weitere Plakate vorbereitet.
Die Meinungen der Schülerinnen und Schüler sind positiv gegenüber dem Projekt. Es gefällt ihnen selbstständig zu arbeiten und ihre eigenen Ideen mit einzuführen.

Eren Kozkiran, Mohammad Murad, Uthayaseelan Uthayakumar


Fasia Jansen mit Rhythmus und Bass gedenken
An der Fasia-Jansen-Gesamtschule werden in der Woche zum 30-jährigen Jubiläum viele Projekte von Schülerinnen und Schülern vorbereitet. Eine Station ist das Herstellen von Cajóns, Schlaginstrumenten aus Afrika.
Der Kurs baut zehn solcher Schlaginstrumente für den Musikfachbereich. Diese Instrumente sollen zukünftig im Musikunterricht verwendet werden.
Cajóns waren ursprünglich Kisten für den Fisch- und Orangenhandel, die allerdings zu Trommeln umgebaut wurden, nachdem den afrikanischen Sklaven ihre Trommeln weggenommen wurden. Dieses Schlaginstrument nimmt im Bereich der Musik an Bedeutung zu. Immer öfter sind sie im Pop, im Folk-, und Rock etabliert.
Geleitet wird dieses Projekt von motivierten Lehrerinnen und Lehrern. Sie bringen den Schülerinnen und Schülern bei, wie sie mit den Materialien und den Schlagtechniken umgehen sollen.
Um ein Cajón zu spielen, wird eine bestimmte Schlagtechnik benötigt. Außerdem muss man mit den Werkzeugen verantwortungsbewusst umgehen, um einen guten Ton zu erzeugen. Ziel ist es auch, dass der Kurs am Ende der Projektwoche mit ihren eigenen Instrumenten ihr eigenes Lied spielen kann. In erster Linie geht es allerdings darum, mit einem bestellten Bausatz, ein funktionstüchtiges Schlaginstrument im Technikraum herzustellen.
An vielen verschiedenen Stationen im Rahmen dieses Projektes wird Hand in Hand gearbeitet und jede Schülerin und jeder Schüler hat eine eigene Aufgabe. Fasia Jansen hat damals mit ihren musikalischen Demonstrationen für viel Aufsehen gesorgt, weshalb sie von vielen Seiten kritisiert wurde. Jansen hat ihren Unmut damals über die von ihr gespielte Musik deutlich gemacht. Daher gibt es einen großen Bezug zwischen dem Projekt und Fasia Jansen.
Da dieses Projekt noch keine offizielle Partnerschaft hat, freuen wir uns über jede zukünftige Unterstützung.

Manuel Ernst


Kunst statt Müll
2018_pw_kunst statt müllIn Rahmen der Projektwoche beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler aus dem Kunstkurs der Q2 mit der Gestaltung der Vitrinendächer. Die Dächer sollen dazu dienen, die Anhäufung von Müll auf den Vitrinen zu vermeiden. Bei der Gestaltung der Dächer wird darauf geachtet, dass sie zu den Inhalten der Vitrinen passen. Außerdem sollen die Dächer der Vitrinen die Flure unseres Schulgebäudes freundlicher gestalten. Der Zusammenhang zwischen der Fasia-Jansen-Gesamtschule und dem Projekt zeigt sich darin, dass sich auf jedem Vitrinendach eine Holzfigur befindet, die eine sogenannte Afro-Frisur trägt, um Fasia Jansen darzustellen.

Francis, Marvin, Fabian, Gian Luca


Gestaltung der Pausenhalle
Die Schülerinnen und Schüler der neunten und zwölften Klasse gestalten einige Wände des Flures im Erdgeschoss mit Graffiti.
Die ersten zwei Tage der Projektwoche haben die Schülerinnen und Schüler die Skizzen für die Gestaltung der Wände eigenständig entworfen. Die Motive haben teilweise etwas mit der Fasia-Jansen-Gesamtschule zu tun, denn es werden auf einer der beiden Wände fliegende Bücher dargestellt. Diese repräsentieren Bildung. Auf der anderen Wand entdecken Sie ein Mädchen, welches an einem Tisch mit einem Buch in der Hand sitzt. In der Nähe des Mädchens wird die Stadt Oberhausen dargestellt. All dies geschieht unter der Aufsicht eines Lehrers und mithilfe von einem diplomierten Kommunikationsdesigner namens Marten Dalimot. Der Kommunikationsdesigner wurde eingeladen, um den Schülerinnen und Schülern zu helfen ihre Ideen umzusetzen.

Wiktoria Kaszubowska, Polina Berzina


Kreative Filme an der Fasia
…wie die aufstrebenden Abiturienten ihre Kreativität unter Beweis stellen.2018_pw_kreative filme
Die Fasia-Jansen-Gesamtschule feiert dieses Wochenende ihr 30- jähriges Jubiläum zeitgleich mit dem Tag der offenen Tür, welcher auf einen Samstag fällt. An diesem Tag werden unterschiedliche Projekte vorgestellt. Das Projekt „Film/Image“ mit Schülerinnen und Schüler des Kunstkurses der Q2 beschäftigt sich mit der Herstellung von kreativen Filmen.
Die Schülerinnen und Schüler erstellen mit dem Programm Photoshop unterschiedliche Filme. Sie befassen sich damit, selbstständig Konzepte zu erstellen und den Wandel der letzten 30 Jahre zu visualisieren. Das Großartige an diesen Projekttagen sei, laut der betreuenden Lehrkraft, dass Schülerinnen und Schüler selbstständig arbeiten und sich mit Themen beschäftigen, mit denen sie sich in normalen Unterrichtsreihen nicht befassen.

Eren Kozkiran, Semih Özden, Isaac Baraou, Can Türkmen,
Zenko Racipovic


Antisemitismus
Antisemitismus ist ein Thema, das uns alle betrifft und mit dem man sich auseinander setzen muss, egal ob alt oder jung.
Die Projektgruppe „Antisemitismus“ befasst sich mit der Geschichte der Juden, Entstehung von Vorurteilen gegen Juden, die Situation der Juden in der Zeit des Nationalsozialismus und ihrer derzeitigen Lage.
Das Ziel des Projekts ist es, die Kinder aufzuklären und ihnen ihre politische Verantwortung zu verdeutlichen. Ebenfalls werden die Kinder darauf vorbereitet, sich im Fall einer Konfrontation richtig zu verhalten und gegebenenfalls richtig argumentieren zu können.
Die Leiterin des Projekts vermittelt ihnen das Wissen durch verschiedene Medien, wie z.B. Bilder aus der NS-Zeit und Reportagen aus der heutigen Zeit, da das Thema vermehrt in den Medien thematisiert wird (Bsp. Chemnitz).

Welche Bedeutung hat Fasia Jansen für das Thema Antisemitismus?
Fasia Jansen steht für Toleranz und die Gleichberechtigung von Menschen aller Herkunft und Konfessionen.
In dem Projekt wird viel Wert darauf gelegt, dass die Kinder sich offen äußern können. Dies soll dadurch erreicht werden, dass keine Noten vergeben werden und sie sich ohne Druck an Diskussionen beteiligen können.

Mohammad, Seelan


Museumstour mit Nachdenk-Effekt

3_IMG_0774„KulTOUR on tour“ lautete ein Projekt der Kulturwoche anlässlich des 30jährigen Bestehens der Fasia-Jansen-Gesamtschule: Neben Theater-, Konzert- und Museumsbesuchen gab es auch eine Exkursion in das Duisburger Lehmbruck-Museum. Hier beschäftigen sich die Schüler/innen mit modernen Skulpturen zum Thema Krieg, Flucht und Vertreibung. Bleibenden Eindruck hinterließen die Plastiken „War“ (Duane Hanson), „Der Gestürzte“ (Wilhelm Lehmbruck), „Mutter mit zwei Kindern“ (Käthe Kollwitz) und „The Walk“ (Jochen Gerz). Hier einige Texte der Klasse 7c, die in der Museumswerkstatt entstanden:

„Das Lehmbruck-Museum ist ein sehr bedeutendes Museum. In diesem Museum stehen viele beeindruckende Skulpturen. Der Künstler namens Wilhelm Lehmbruck hat viele Skulpturen dieser erschaffen. Fast alle sind nackt und schutzlos.“

„Das Museum „Lehmbruck“ ist sehr beeindruckend. Die einzelnen Skulpturen haben mich sehr zum Nachdenken angeregt und mir gezeigt, dass sehr viele schlimme Dinge passieren und man nichts dagegen tun kann.“

„Das Lehmbruck-Museum ist cool und interessant. Das Museum ist voll von alten Skulpturen. Aus einer Zeit, als es fast jeden Tag Krieg gab.“3_IMG_0768

„In diesem Kunstmuseum sehe ich Gefühle wie Hass. Viele Kunstwerke sind interessant. Viele sind auch faszinierend und besonders. Insbesondere hat mich die Kriegs-Skulptur beeindruckt, weil sie Gewalt und Schmerz so realistisch ausdrückt.“

„Das Leben früher war qualvoll. Viele Menschen waren arm und hatten wenig. Heute hat uns dies zum Nachdenken angeregt.“

„Die Klasse wollte ein Museum besuchen. Zwei Mädchen dachten, dass es sehr langweilig sein könnte, aber sie sahen spannende Sachen und hörten viele interessante Geschichten. Am Ende sollte die Klasse einen Gang über ein ‚Todesgerüst‘ machen, ein Kunstwerk, das sich außen am Museum befindet.“

„Es war ein kalter Morgen. Doch die Klasse 7c machte trotzdem einen Klassenausflug ins Museum. Gegen Ende ging die Klasse zu einem Gerüst, das um das halbe Museum reicht. Zwei Mädchen sagten von Anfang an: „Wir haben Angst!“, doch sie mussten trotzdem mit hoch. Sie mussten sich sehr konzentrieren, dass sie nicht so viel auf den Boden guckten. Obwohl das Gerüst wackelte, haben sie es bis zum Ende und bis zum rettenden Ausgang ausgehalten.“

„Aufmerksam wurden wir durch die Höhe des Gerüstes, das sieben Meter hoch in der Luft schwebt. Man sieht von dort oben die Statuen im Museum und auch Schriften zum Nachdenken an den Fenstern.“


Klangkarussell in der Musikschule

2_IMG_0764Im Rahmen der Projektwoche der „Fasia“ hatten Schüler/innen des 7. Jahrgangs das Glück, in die Städtische Musikschule eingeladen zu werden. Der Leiter der Musikschule, Volker Buchloh, entführte die Jugendlichen in die geheimnisvolle wie faszinierende Welt der Musik. Die Mädchen und Jungen durften eigenhändig zahlreiche Instrumente ausprobieren (u.a. Schlagzeug, Flügel, Violine, Gitarre, Cello). 2_IMG_0762Auch die weniger experimentierfreudigen und musikalisch eher zurückhaltenden Schüler/innen kamen auf ihre Kosten, denn Volker Buchloh ermöglichte auch einen Blick hinter die „Kulissen“, um den Kindern die Funktionsweise von Instrumenten zur erklären. 2_IMG_0755Er nahm Klarinetten und Posauen auseinander, lud zu Klangexperimenten am geöffneten Flügel ein, spielte Gitarre auf dem Cembalo – all dies, um zu verdeutlichen, dass Musik zuallererst Physik ist, bevor sie unsere Ohren und unsere Seelen berührt. Zum Queens-Hit „We will, we will rock you …“ skandierten und trommelten die Mädchen und Jungs schließlich den Namen ihrer Schule „Fasia Jansen“, bis die Wände der Musikschule zu vibrieren begannen.


Schuljubiläum in Alt-Oberhausen – 30 Jahre gemeinsame Vielfalt

kulturagenten_fullsizeoutput_1e19Unter dem Motto „30 Jahre gemeinsame Vielfalt“ findet an der Fasia-Jansen-Gesamtschule am Samstag, 24. November, ein großes Jubiläumsfest statt. Anlässlich des dreißigjährigen Bestehens öffnet die ehemalige Gesamtschule Alt-Oberhausen ihre Türen für Freunde und Förderer, für Eltern, Grundschulkinder und zukünftige Oberstufenschüler/innen. Auch Anwohner aus der Nachbarschaft sind herzlich zum Tag der offenen Tür mit anschließendem Kulturfest und internationalem Buffet eingeladen. Ab 11 Uhr präsentieren die „Fasianer“ in einem bunten Mix aus Bühnendarbietungen, Mitmachaktionen und Projektvorstellungen ihre Schule, die im Jahr 1988 als dritte Gesamtschule Oberhausens gegründet wurde.
Die Gäste erwartet ein spannender Rückblick auf dreißig Jahre Schulgeschichte: Schon der Start der Gesamtschule Alt-Oberhausen war äußerst turbulent: Eine Elterngruppe namens „Initiative dritte Gesamtschule“ übte erheblichen Druck auf die Kommune aus, denn die Zahl der von den zwei bestehenden Gesamtschulen abgelehnten Schüler/innen war im Jahr 1986 auf über hundert Kinder gestiegen. Einige Eltern zogen sogar vor das Düsseldorfer Verwaltungsgericht, um einen Gesamtschulplatz für ihr Kind zu erstreiten. So musste die schon länger geplante dritte Gesamtschule schneller eingerichtet werden als geplant. Der Andrang auf die neue Schule war so groß, dass zahlreiche Kinder abgelehnt werden musste. Immerhin 133 Mädchen und Jungen konnten zum Schuljahresbeginn 1988/89 aufgenommen werden, unterrichtet wurden sie von 16 Lehrerinnen und Lehrern.1_85786EAE-C01A-4B73-AB72-CCF9A0FBA3FE@Speedport_W_724V_Typ_A_05011603_06_001
Aktuell lernen und lehren an der „Fasia-Jansen-Gesamtschule“ circa 1200 Schüler und 100 Lehrkräfte. Die Jahrgänge 5 und 6 werden wie vor 30 Jahren in der Dependance “Schönefeld” unterrichtet. Ab der 7. Klasse wechseln die Schüler/innen dann ins Hauptgebäude über, das im ehemaligen Novalis-Gymnasium an der Schwartzstraße beheimatet ist.
Das altehrwürdige Gebäude aus dem 19. Jahrhundert hat sich inzwischen zu einem modernen Lernort gemausert: Es gibt einen Neubau mit einer Mensa, einem Bühnenraum und großzügigen Fachräumen für Informatik, Hauswirtschaft, Musik und Technik. Im Jahr 2005 kam sogar noch ein ‚neuer‘ Neubau in zeitgemäßer Holzoptik hinzu. Auch in der Dependance Schönefeld wurde ein zusätzlicher Klassentrakt eingerichtet, für den ein kleiner Teil des Schulgartens weichen musste.
Aber nicht nur die Gebäudesituation hat sich im Laufe der drei Jahrzehnte verändert; auch die Lernangebote wurden auf Vordermann gebracht: Sportklassen wurden eingerichtet und das Kulturschule-Sigel erworben. Mit dem Unterrichtsband „Gemeinsam lernen, individuell fördern“ wurde eine innovatives Förderkonzept geschaffen. Auch die Beteiligung an dem Landesprogramm „Schule der Zukunft“ entwickelte sich zu einem wesentlichen Bestandteil des Schulprogramms.
Um dieser pädagogischen Weiterentwicklung der Schule Ausdruck zu verleihen, kam der Wunsch nach einem neuen, programmatischen Schulnamen auf. Im Jahr 2014 erfolgte deshalb die Umbenennung der „Gesamtschule Alt-Oberhausen“ in “Fasia-Jansen-Gesamtschule”. Die Oberhausener Friedensaktivistin mit familiären Wurzeln in Liberia war im Stadtteil gut bekannt. Ihr Mut für ihre Überzeugungen einzustehen, ihre Kreativität und Lebensfreude trotz schwieriger Lebensumstände macht sie zu einem geeigneten Vorbild auf dem Weg in eine Zukunft gemeinsamen Lernens in kultureller Vielfalt.