Schule der Zukunft

 

Fasia-Jansen-Gesamtschule

Schulgelände gestalten – Artenvielfalt fördern

Umweltbildung ist seit 30 Jahren ein Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit und stets ein Bestandteil unseres Schulprogramms. So wurde seit 1989 an der Zweigstelle Schönefeld das Schulgelände umgestaltet und dabei ein naturnaher Schulgarten unter Berücksichtigung biologischer Gesichtspunkte angelegt und weiter ausgebaut.

Im Jahre 2006 nahm die Schule zum ersten Mal an der landesweiten NRW-Kampagne „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ teil. Ziel der Kampagne ist es, Kindern und Jugendlichen die Fähigkeiten zu vermitteln, welche sie für ein selbstbestimmtes Leben brauchen. Jedem Einzelnen sollen die Kompetenzen und Werte vermittelt werden, die für die Gestaltung einer menschenwürdigen Zukunft erforderlich sind, so dass die kommenden Generationen die gleichen Möglichkeiten haben wie die heutige Generation. Das Verständnis junger Menschen für die komplexen Zusammenhänge zwischen Globalisierung, wirtschaftlicher Entwicklung, Konsum, Umweltbelastungen, Bevölkerungsentwicklung, Gesundheit und sozialen Verhältnissen soll erweitert werden. Dadurch lernen sie ihr eigenes Handeln in konkreten Situation besser einzuschätzen und zu bewerten. Näheres siehe unter http://www.nua.nrw.de/schule-der-zukunft/

Bei unserer ersten Teilnahme an der Kampagne „Schule der Zukunft“ im Jahr 2006 beschränkte sich der Nachhaltigkeitsgedanke nicht lediglich auf eine ökologische Schulgeländegestaltung im Schönfeld, sondern wurde um soziale und ökonomische Aspekte an beiden Standaorten erweitert.

Eine Vielzahl von Projekten mit Schülern aller Jahrgangsstufen und außerschulischen Kooperationspartnern wurde in den Folgejahren für die jeweils dreijährigen Kampagnephasen angemeldet. Dementsprechend wurden wir im Jahr 2015 bereits zum dritten Mal als „Schule der Zukunft“ ausgezeichnet.

Unsere kontinuierliche Auseinandersetzung mit dem Thema „Bildung für Nachhaltigkeit“ und die Ausdehnung dieses Leitgedanken in unserem schulischen Leben führen selbstverständlich dazu, dass wir unsere aktuellen Projekte für die neue Kampagne „Schule der Zukunft- Bildung für Nachhaltigkeit 2016 – 2020 „ und darüber hinaus anmelden. Die im Folgenden aufgezeigten Projekte und Kooperationen mit dem Schwerpunkt „Schulgelände gestalten – Artenvielfalt fördern“ dokumentieren unser Bestreben, Unterricht und Schulalltag im Sinne einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu gestalten.

  • Naturnahe Gestaltung, Pflege und Nutzung des Schulgartens am Standort Schönefeld (Jg. 5/6)
  • Förderung der Artenvielfalt durch den Teich, die Hecken, den alten Baumbestand, die Kräuterspirale, die Hochbeete, die Anpflanzung von Frühblühern und einheimischen Stauden sowie den Bau von Nisthilfen für Vögel und Insekten (Schulgarten AG)
  • Biologischer Anbau von Obst und Gemüse durch die Schulgarten AG
  • Gesundes Frühstück: Nachhaltiger Konsum, durch Verwendung von Äpfeln aus dem Schulgarten sowie sonstiger regionaler und saisonaler Lebensmittel unter Einbeziehung von Eltern
  • Einbindung der Lebensräume des Schulgartens im schulinternen Lehrplan des Faches Biologie Jg. 5/6 (z.B. Frühblüher im Schulgarten) sowie im Schulalltag
  • Ökologische Schulgelände- und Schulgebäudegestaltung am Hauptgebäude (Jg. 7 bis 13)
  • Ausbau des Schulgartens von Schülerinnen und Schüler der Umwelt AG (Jg. 7-10) und Oberstufe durch die Anlage von zwei Kräuterspiralen, die Anpflanzung von einheimischen Sträuchern und Stauden
  • Bau von drei Insektenhotels für die Schulgärten in Kooperation mit der Fachgruppe „Technik“ und dem außerschulischen Kooperationspartner „Arbeit und Leben Oberhausen“
  • Anlage eines neuen Sitzkreises von der IVK-Klasse in Kooperation mit „Arbeit und Leben Oberhausen“
  • Projekt „Grünes Klassenzimmer“ der Umwelt AG (Anlage von neuen Sitzflächen auf Natursteinmauern) in Kooperation mit der Firma Würth im Rahmen des Schülerwettbewerbs MACHWAS
  • Ausbau der Tier- und Pflanzenhaltung durch die Umwelt AG (Neues Terrarium für Bartagamen; Aquaterrarium für Axolotl; Aquarium für tropische Zierfische; Pflanzengemeinschaften auf den Fensterbänken in den Fluren; Tropischer Eingangsbereich im Treppenhaus)
  • Dauerausstellung „Profil der Insel Spiekeroog“ und „Tropischer Regenwald“ in den Vitrinen sowie Infowand „NW- Fahrt nach Spiekeroog“
  • Kontinuierliche Präsentation der Projekte „Schule der Zukunft“ am Tag der offenen Tür
  • Weiterhin:
  • Kooperation mit biologischen Stationen sowie Umwelt- und Naturschutzzentren am Tag der biologischen Vielfalt mit dem 8. Jahrgang im Fach Biologie
  • Gewässergüteuntersuchungen am Läppkes-Mühlenbach in der Sekundarstufe I (WP NW Jg. 8) und Sekundarstufe II; Erfolgskontrolle zur Renaturierung
  • Bundesweites Projekt „Plastikpiraten“ zur Untersuchung von Plastikmüll an der Ruhr in Kooperation mit der Uni Kiel
  • Teilnahme am Wettbewerb Jugend forscht
  • Interkulturelles Lernen beim Danzig-Austausch
  • Meeresbiologische Exkursion nach Spiekeroog mit Schülern des 8. Jahrgangs im Rahmen des Faches Naturwissenschaften (Sept. 2016, Sept. 2017, Mai und Sept. 2019) in Kooperation mit dem Nationalparkhaus Wittbülten
  • Schulentwicklung und BNE Profil
  • Bildung für Nachhaltigkeit als ein Schwerpunkt im Schulprogramm (Steuergruppe)
  • Entwicklung von Leitsätzen durch die Lehrerkonferenz im Rahmen von zwei schulinternen Lehrerfortbildungen und Beschluß durch die Schulkonferenz
  • Sustainable development goals und Umsetzung der Ziele an der Fasia-Jansen-Gesamtschule

In Zukunft streben wir an, die Themen der nachhaltigen Entwicklung noch stärker in den Lehrplänen der jeweiligen Fächer zu integrieren. Zudem möchte sich die Schule weiterhin nach außen öffnen und weitere Kooperationspartner und Schulen für eine Zusammenarbeit gewinnen. Insbesondere am Hauptgebäude soll die bereits angefangene ökologische Schulhofgestaltung erweitert werden.

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